Budmat Falzdach im Orkan-Praxistest: Kein Schaden bei Windstärke 12

Links Tondach mit aufgeworfenen Ziegeln, rechts Budmat-Stehfalzdach unbeschädigt während des Orkans

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Am 20. August 2026 gegen 16:40 Uhr ist ein Unwetter über Scharndorf gezogen, das man so nicht erleben möchte. Innerhalb weniger Minuten sind die Böen über die Orkanschwelle (Windstärke 12, ab 118 km/h) gestiegen. Unsere KNX-Wetterstation hat um 16:41:33 Uhr 163 km/h gemessen, danach hat der Sturm ihr das Windrad abgerissen. Die Spitzenböen dürften deutlich darüber gelegen haben, nach unserer Einschätzung bei über 180 km/h. Durch die Nachbarschaft ist das wie ein kleiner Tornado gegangen.

Am selben Gebäude haben wir zwei Dachsysteme direkt nebeneinander: ein klassisches Tondach und drei Dächer mit Budmat-Stehfalz-Paneelen. Einen ehrlicheren Vergleich gibt es nicht.

Das Tondach: Sturmsicherung hat versagt

Das Tondach war ordnungsgemäß mit Sturmklammern gesichert. Geholfen hat es nicht. Auf mehreren Dachflächen wurden die Ziegel abgehoben, aufgeworfen und übereinandergeschoben, am First und am Grat sind Ziegel gebrochen. An mehreren Stellen lagen Lattung und Unterdeckbahn offen, die Bahn wurde sogar durchstoßen.

Tondach nach dem Orkan: Dutzende Ziegel aufgeworfen, Lattung und Unterdeckbahn freiliegend

Die Sturmklammern lagen danach lose auf der Lattung. Die Ziegel wurden also trotz Sturmsicherung abgehoben.

Offene Dachstelle: Sturmklammern lose, Lattung und Unterdeckbahn liegen frei

Dazu kam ein Folgeschaden, an den man vorher kaum denkt: Ziegelbruchstücke sind über die PV-Anlage geflogen und haben fünf Module zerkratzt.

Die drei Budmat-Dächer: kein einziger Schaden

Unsere Überwachungskamera hat um 16:46 Uhr, also mitten im Sturm, das Terrassendach mit Budmat-Stehfalz festgehalten. Links fliegt gerade die Gartenlounge durchs Bild, der Regen kommt waagrecht. Das Dach bleibt einfach liegen.

Kamerabild 20.08.2026, 16:46 Uhr: Gartenmöbel fliegen, das Budmat-Stehfalzdach der Terrasse bleibt unverändert

Auch nach dem Sturm waren alle drei Budmat-Dächer komplett intakt. Kein Paneel angehoben, kein Falz aufgegangen, keine Verformung.

Warum hält ein Stehfalzdach, wenn Ziegel fliegen?

  • Große, durchgehende Bahnen statt hunderter Einzelteile. Ein Ziegel ist ein loses Element, das der Wind einzeln anheben kann. Ein Stehfalz-Paneel läuft in einem Stück von der Traufe bis zum First.
  • Verdeckte Befestigung und eingerastete Falze. Die Paneele sind verschraubt und greifen über den Klick-Falz ineinander. Der Wind findet kaum eine Kante, an der er ansetzen kann.
  • Geschlossene Fläche statt Mosaik. Die Paneele tragen die Windlast gemeinsam, statt dass jeder Ziegel für sich allein hält.
  • Keine Bruchstücke. Selbst wenn rundherum etwas passiert, schleudert ein Blechdach keine Trümmer auf PV-Module, Autos oder Nachbarn.

Wichtig ist dabei die richtige Montage nach Budmat-Anleitung: passende Lattung, die vorgeschriebene Schraubenanzahl und besonders sorgfältige Befestigung an Traufe, Ortgang und First. Genau dort setzt der Wind zuerst an.

Unser Fazit

Wir haben am eigenen Firmensitz gesehen, was ein Orkan mit einem gesicherten Tondach machen kann und dass drei Budmat-Dächer daneben ohne Kratzer davongekommen sind. Für uns ist das der beste Praxistest, den es gibt. Wer neu baut, saniert oder einen Carport, eine Terrasse oder ein Nebengebäude eindeckt, sollte das bei der Wahl der Dacheindeckung mitbedenken.

Budmat-Stehfalz bei uns im Shop:

Sie planen ein Dach oder wollen PV direkt auf das Stehfalzdach setzen? Wir beraten gerne: +43 650 7638444 oder office@smarthome-energy.at. Unser ausführlicher Ratgeber zeigt, wie das geht: Budmat Pultdach mit Stehfalz und PV selber bauen.